Historie der IHG
Vom Interessen- zum Bürgerverein
Immer wieder finden sich in Horn kreative Köpfe, die mit gemeinsamen Aktionen die Stadt ein Stück lebenswerter machen. Die Geschichte des Vereins zeigt eindrucksvoll, wie sich aus einer pragmatischen Idee eine tragende Säule des bürgerschaftlichen Engagements entwickelt hat – aufgeteilt in zwei große Epochen.
1979-2011
Der Verein als Werbegemeinschaft

Die Geburtsstunde der IHG schlug im Jahr 1979, einer Zeit der Aufbruchsstimmung, in der der Einzelhandel noch blühte. Um Kräfte zu bündeln und die damals teure Werbung gemeinsam effizienter zu gestalten, hatte der Horner Schuh- und Sportkaufmann Hans Voss eine Vision. Er lud zu einer Versammlung in das Hotel „Zur Post“ ein, die zur Gründungsversammlung der „Interessengemeinschaft Hornscher Gewerbetreibender“ (IHG) mit über 50 Mitgliedern wurde. chnell begann der Verein, das Bild von Horn maßgeblich zu prägen:
• Das Hörnchenfest entsteht: Um Kunden in die Stadt zu locken, wurde das Fest ins Leben gerufen – inklusive Kutschfahrten, Bimmelbahn und frisch verteilten Hörnchen in den Geschäften.
• Erfolgreiche Traditionen: Die jährliche Weihnachtsverlosung auf dem Marktplatz zog die Massen an. Neben Einkaufsgutscheinen wechselten damals sogar halbe Schweine und Schinken die Besitzer.
• Stadtsanierung und Verkehr: Die IHG begleitete den Wandel der Innenstadt aktiv. Nach der Verlegung der Bundesstraße 1 im Jahr 1990 und der Eröffnung der Fußgängerzone 1993 setzte sich der Verein kontinuierlich für intelligente Verkehrskonzepte und die Erreichbarkeit der Geschäfte ein.
Ab dem Jahr 2000 sorgte ein internes Rotationssystem im Vorstand für stetig neue Impulse. Neue, erfolgreiche Formate entstanden: 2003 lockte das „Dämmershopping“ mit gemütlichen Feuerschalen und einem gigantischen, 70 Kilo schweren Riesen-Hörnchen für den guten Zweck. Im Jahr 2006 startete unter der Federführung des Vereins die „Lange Kulturnacht“, die sich rasch zum absoluten Publikumsmagneten am ersten Freitag im Juli entwickelte. Ab 2008 bereicherten zudem die Hörnchenläufe und ein Mittelaltermarkt das städtische Leben.
Seit 2011
Der Wandel zum Bürgerverein

Nach erfolgreichen Jahrzehnten suchte der Verein ab 2010 nach einem neuen Profil, um sich zukunftssicher aufzustellen. Der entscheidende und geschickte Schachzug folgte 2011 unter der Vorsitzenden Christine Federschmid: Der Verein gab sich eine neue Satzung und öffnete sich für alle Bürgerinnen und Bürger – auch ohne kaufmännischen Hintergrund.
Um das Alte mit dem Neuen perfekt zu verbinden, wurden die drei bekannten Buchstaben einfach umformuliert. Aus der Interessengemeinschaft wurde der Bürgerverein „In Horn Gemeinsam“. Mit einem lachenden Hörnchen als neuem Logo stand von nun an das gemeinsame Gestalten einer lebendigen Innenstadt im Fokus.
Frische Gesichter im Vorstand brachten in den Folgejahren neue Ideen ein:
• Kultur im Rampenlicht: Die „Lange Kulturnacht“ wurde mit vielen ehrenamtlichen Helfern zur wichtigsten Kulturveranstaltung der gesamten Region ausgebaut und entwickelte sich zum Treffpunkt der heimischen Kunstszene.
• Horn leuchtet: 2016 und in Folgejahren faszinierte eine im Rahmen der Kulturnacht eindrucksvollen Laser- und Lichtshows auf dem Marktplatz, kombiniert mit Partys für alle Generationen.
Märkte mit Qualität: Auch der traditionelle Mittelaltermarkt und neue Formate wie der Kläschen-Flohmarkt gewannen durch das Engagement ehrenamtlicher Experten stetig an Qualität und Professionalität.
Aktuell
Die Zukunft gemeinsam gestalten

Die Geschichte der IHG beweist, dass bürgerschaftliches Engagement der Schlüssel für ein gelungenes Miteinander ist. Auch in Zukunft bleibt der Verein „In Horn Gemeinsam“ die erste Adresse für alle, die das Leben in unserer Stadt aktiv und gemeinschaftlich mitgestalten möchten.